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J - Jagdpacht

Die Jagd an sich findet im Bundesjagdgesetz (BJagdG) sowie den Jagdgesetzen der Länder ihre rechtlichen Grundlagen. Das Jagdausübungsrecht umfasst gem. § 1 (1) BJagdG die ausschließliche Befugnis zur Jagdausübung im engeren Sinne in einem bestimmten Gebiet, also dem eigentlichen Jagen, zur Hege und zum Aneignen von wild lebenden Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen (Wild). Das eigentliche Jagen umfasst das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen und Erlegen von Wild. Das Aneignen umfasst nicht nur erlegtes Wild, sondern auch Geweihe, http://de.wikipedia.org/wiki/Abwurfstangeetwa des Rotwildes, und Eier des sogenannten Ferdewildes. Die Hege umfasst die Verbesserung des Lebensraums und den unmittelbaren Schutz der Gesundheit des Wildes.

Die Jagdpacht ist eine Sonderform der Pacht und in § 11 Bundesjagdgesetz geregelt. Durch den Jagdpachtvertrag wird das Jagdausübungsrecht verpachtet. Der Jagdpachtvertrag ist ein privatrechtlicher gegenseitiger Pachtvertrag, auf den die Vorschriften des § 581 ff. BGB. angewendet werden, es sei denn jagrechtliche Bestimmungen oder jagdrechtliche Besonderheiten stehen dem entgegen.

Jagdpachtverträge sind Verträge zwischen einer Jagdgenossenschaft oder einem Eigenjagsbesitzer auf der einen und einem Pächter auf der anderen Seite, der nur eine natürliche Person sein kann. Vertragsgegenstand ist das Jagdausübungsrecht im Ganzen. Die Jagdpacht ist keine Grundstückspacht, sondern die Pacht des Rechts, die Jagd auszuüben. Jagdpachtverträge müssen schriftlich geschlossen werden. Die Mindestdauer beträgt neun Jahre, bei Hochwildjagden nach Landesrecht meist mehr. Es gibt eine landesgesetzlich festgelegte Pächterhöchstzahl und eine gesetzliche Pachthöchstfläche von 1000 Hektar pro Pächter. Die gepachtete Fläche wird in den Jagdschein eingetragen. Mehrere Mitpächter teilen das Revier oft intern in Pirschbezirke auf.