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Tipps für die Praxis: Die ersten 100 Tage als Führungskraft

„Ich bin dann mal Chefin – die ersten 100 Tage im neuen Job“ hieß es am 22. März an der EMA Europäische Management Akademie. Im Rahmen eines Runden Tisches zeigte Dagmar Muß, Diplom-Psychologin mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie, wo die größten Stolperfallen für frischgebackene weibliche Führungskräfte lauern.

Auch konkrete Tipps hatte die Expertin für ihre 40 Zuhörerinnen im Gepäck: „Als Chefin haben Sie zunächst die Aufgabe, Beziehungen zu Ihren Mitarbeitern aufzubauen“, betonte Dagmar Muß. „Dazu eignen sich am besten Einzelgespräche, denn schließlich möchten die Mitarbeiter auch die neue Führungskraft kennen lernen.“ Möglich sei aber auch ein Integrationsworkshop, der idealerweise in den ersten beiden Wochen stattfinden sollte. Der große Vorteil: „Sie erhalten direkt Einblicke in die Teamdynamik und die Zusammenarbeit Ihrer Mitarbeiter“, so Muß.

Ist der Kontakt zu den Mitarbeitern hergestellt, sollte sich die Führungskraft um ihre Vorgesetzten kümmern. „Festigen Sie die Beziehung durch einen regelmäßigen Jour Fix – zum Beispiel alle zwei Wochen“, schlug die Psychologin vor. „Und bleiben Sie immer loyal. Kritikpunkte gehören in ein Vier-Augen-Gespräch, nicht in öffentliche Runden.“ Last but not least sollte auch das Netzwerken mit Kollegen auf der To-Do-Liste stehen: „Interne Kontakte sind äußerst wichtig. Wenn sie gut sind, können Sie besser für Ihr Team sorgen.“

Der Runde Tisch ist fester Bestandteil des „Karrieretrainings für Frauen“, das die EMA in Kooperation mit dem EUV Essener Unternehmerverband durchführt. In regelmäßigen Abständen berichten Gastreferentinnen aus der betrieblichen Praxis. Zielsetzung dieser Impulsreferate: den Teilnehmerinnen, aber auch Kooperationspartnerinnen, Multiplikatorinnen und Personalverantwortlichen eine Möglichkeit zum Netzwerken zu bieten.