Geprüfte/-r Industriemeister/-in - Fachrichtung Metall (IHK)

Lehrgang zur Vorbereitung auf die IHK-Prüfung

Das Tätigkeitsfeld des Industriemeisters beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die klassischen Bereiche Ausbildung, Fertigung und Instandhaltung. In zunehmendem Maße gewinnen planende, steuernde und überwachende Aufgaben an Priorität. So sind heute bereits ein Viertel aller Industriemeister mit fertigungsfernen Arbeiten betraut und wirken z.B. in der Arbeitssicherheit, im Umweltschutz sowie im technischen Kundendienst mit.

Mit dieser Weiterbildung eignen Sie sich das für Führungspositionen erforderliche Wissen an: Von der Organisation von Arbeitsabläufen über die Führung von Mitarbeitern bis zur Durchführung von Ausbildungen. Industriemeister der Fachrichtung Metall sind darüber hinaus Experten auf Gebieten wie Montageprozesse, Inbetriebnahme, Energieversorgung, Steuern & Regeln, Lagerwesen, Fertigungsverfahren, CNC-Technik und Produktautomatisierung. In unserem Lehrgang „Geprüfte/-r Industriemeister/-in - Fachrichtung Metall (IHK)“ werden Sie gezielt auf diese Aufgaben und die IHK-Prüfung vorbereitet.
Voraussetzungen
Zur Prüfung im Prüfungsteil "Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen" ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Metallberufen zugeordnet werden kann oder
  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis oder
  • eine mindestens vierjährige Berufspraxis.


Zur Prüfung im Prüfungsteil "Handlungsspezifische Qualifikationen" ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

  • das Ablegen der Prüfung des Prüfungsteils "Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen" und
  • zu den oben genannten Voraussetzungen ein weiteres Jahr Berufspraxis und

Die Berufspraxis soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Industriemeisters gemäß §1 Abs. 3 haben.
Abweichend kann zur Prüfung in den Prüfungsteilen auch zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, dass er berufspraktische Qualifikationen erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

Des Weiteren ist der Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung nachzuweisen.
Lehrgangsinhalte (Auszug)

Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen (Auszug aus dem DIHK-Rahmenplan)

Rechtsbewusstes Handeln

  • Arbeitsrechtliche Vorschriften und Bestimmungen, Arbeitsvertragsrecht, Tarifvertragsrecht und betriebliche Vereinbarungen
  • Arbeitsschutz- und arbeitssicherheitsrechtliche Vorschriften, Bestimmungen, Institutionen
  • Umweltrecht

Betriebswirtschaftliches Handeln

  • Grundsätze betrieblicher Aufbau- und Ablauforganisation
  • Methoden der Entgeltfindung
  • Kosten- und Leistungsrechnung

Anwendung von Methoden der Information, Kommunikation und Planung

  • Erfassen, Analysieren und Aufbereiten von Prozess- und Produktionsdaten mit EDV-Systemen
  • Unterscheiden von Planungstechniken
  • Anwenden von Präsentationstechniken
  • Erstellen von Statistiken, Tabellen und Diagrammen

Zusammenarbeit im Betrieb

  • Arbeitsorganisation, Arbeitsplatz, Sozialverhalten und Betriebsklima
  • Gruppenstruktur, Gruppenverhalten und Zusammenarbeit
  • Eigenes und fremdes Führungsverhalten, Führungsgrundsätze
  • Führungsmethoden und -techniken, Handlungsspielräume, Leistungsbereitschaft und Zusammenarbeit der Mitarbeiter

Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten

  • Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten auf Materialien, Maschinen und Prozesse sowie auf Mensch und Umwelt
  • Energieformen im Betrieb
  • Technische Größen bei Belastungen und Bewegungen
  • Statistische Verfahren sowie ihre grafische Darstellung

Handlungsspezifische Qualifikationen (Auszug aus dem DIHK-Rahmenplan)

Handlungsbereich „Technik“

Betriebstechnik

  • Kraft- und Arbeitsmaschinen, Hebe-, Transport- und Förderungsmittel
  • Aufrechterhalten der Energieversorgung im Betrieb
  • Aufstellen und Inbetriebnehmen von Anlagen und Einrichtungen unter Beachtung sicherheitstechnischer und anlagenspezifischer Vorschriften

Fertigungstechnik

  • Planen und Analysieren von Fertigungsaufträgen und Festlegen der anzuwendenden Verfahren, Betriebsmittel und Hilfsstoffe einschließlich der Ermittlung der erforderlichen technischen Daten
  • Einleiten, Steuern, Überwachen und Optimieren des Fertigungsprozesses
  • Umsetzen der Instandshaltungsvorgaben und Einhalten qualitativer und quantitativer Anforderungen
  • Auswirkungen auf den Fertigungsprozess beim Einsatz neuer Werkstoffe, Verfahren und Betriebsmittel

Montagetechnik

  • Planen und Analysieren von Montageaufträgen, Disponieren der Eigen- und Fremdteile, Festlegen von Montageplatz, Festlegen der Betriebs-, Montage- und Prüfmittel, der Montageprinzipien und Veranlassen des Montageprozesses
  • Methode der Fehler-Möglichkeit-Einfluss-Analyse (FMEA)
  • Inbetriebnahme und Abnahme von Maschinen und Anlagen

Handlungsbereich „Organisation“

Betriebliches Kostenwesen

  • Funktionsfeldbezogene Kosten nach vorgegebenen Plandaten
  • Beeinflussen der Kosten durch alternative Fertigungskonzepte
  • Beeinflussen des Kostenbewusstseins der Mitarbeiter
  • Betriebsabrechnung durch die Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerzeitrechnung

Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme

  • Produktions-, Mengen-, Termin- und Kapazitätsplanungen
  • Arbeitsablaufplanung, Materialflussgestaltung, Produktionsprogrammplanung und Auftragsdisposition einschl. Zeit- und Datenermittlung
  • Anwenden von Informations- und Kommunikationssystemen

Arbeitssicherheit, Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz

  • Förderung des Mitarbeiterbewusstseins
  • Planen und Durchführen von Unterweisungen
  • Lagerung und Umgang mit umweltbelastenden und gesundheits-gefährdenden Betriebsmitteln, Einrichtungen, Werk- und Hilfsstoffen

Handlungsbereich „Führung und Personal“

Personalführung

  • Qualitativer und quantitativer Personalbedarf
  • Auswahl und Einsatz der Mitarbeiter
  • Erstellen von Anforderungsprofilen, Stellenplanungen und -beschreibungen sowie von Funktionsbeschreibungen
  • Beteiligung der Mitarbeiter am kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP)

Personalentwicklung

  • Personalentwicklungsbedarf
  • Potenzialeinschätzungen nach vorgegebenen Kriterien, Instrumenten und Methoden
  • Beraten, Fördern und Unterstützen der Mitarbeiter hinsichtlich ihrer beruflichen Entwicklung

Qualitätsmanagement

  • Qualitätsmanagementsysteme
  • Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter
  • Qualitätsmanagementziele durch Planen, Sichern und Lenken

Ausbildung der Ausbilder 

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  • Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
  • Ausbildung
    durchführen
  • Ausbildung abschließen

Änderungen vorbehalten
Unterrichtszeiten
voraussichtlich 3x wöchentlich von 17:30 - 20:45 Uhr und gelegentlich samstags von 08:00 - 13:00 Uhr
Beginn
20.03.2019
Dauer
ca. 27 Monate
Unterrichtsstunden
ca. 1100 UE
Kosten
Seminar-/ Lehrgangsgebühr: 4.960 Euro, zahlbar in 32 Monatsraten à 155 Euro (einschl. Lehrmaterialien). Skripte werden teilweise in digitaler Form zur Verfügung gestellt.
Prüfungsgebühr: , Die Prüfungsgebühr wird durch die IHK erhoben und ist gesondert zu zahlen.
Förderungsmöglichkeiten
Es bestehen Fördermöglichkeiten im Rahmen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG). Weitere Informationen unter aufstiegs-bafoeg.de
Weiterbildungen für
Berufstätige
Bundeswehrangehörige
Standorte
Duisburg
Ansprechpartner/-in
Margret Kalbrecht
Telefon: 0203 306-3442
E-Mail: margret.kalbrecht@bcw-gruppe.de
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Anmeldung
Bitte wenden Sie sich an:
Margret Kalbrecht
Telefon: 0203 306-3442
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