Geprüfte/-r Binnenschiffermeister/-in (IHK)

Lehrgang zur Vorbereitung auf die IHK-Prüfung

Vor der Einführung des Meisterabschlusses war das Patent die höchste Qualifikation für Binnenschiffer. Auch wenn es sich hierbei um eine anspruchsvolle Qualifikation inklusive Berechtigung zum Führen eines Schiffs handelt, ist es kein Berufsabschluss im rechtlichen Sinne des Berufsbildungsgesetzes.
Schiffsführer und -eigner sehen sich heute jedoch mit Anforderungen konfrontiert, die über den Fahrbetrieb weit hinausgehen. So ist z. B. Know-how in Betriebswirtschaft und Unternehmensführung immer stärker gefragt. Zudem gab es bisher keine Möglichkeit, eine berufliche Weiterentwicklung mit anerkannten Berufsabschlüssen zu dokumentieren und höhere Karrierestufen zu erreichen.

Mit der freiwilligen Weiterqualifizierung zum Binnenschiffermeister gibt es nun einen europaweit vergleichbaren Abschluss, der dem Berufsnachwuchs in der Binnenschifffahrt eine echte Perspektive bietet, ohne dass das Patent dadurch entwertet wird.
In unserem Lehrgang „Geprüfte/-r Binnenschiffermeister/-in (IHK)“, den wir in Kooperation mit der Akademie Barth - Kompetenzteam Binnenschifffahrt - durchführen, werden Sie gezielt auf die IHK-Prüfung und eine anspruchsvolle Tätigkeit vorbereitet.
Voraussetzungen
Zur Prüfung im Prüfungsteil "Grundlegende Qualifikationen" ist zuzulassen, wer folgendes nachweist:
  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in dem anerkannten Ausbildungsberuf des Binnenschiffers/der Binnenschifferin oder
  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige einschlägige Berufspraxis oder
  • eine mindestens vierjährige einschlägige Berufspraxis..
Zur Prüfung im Prüfungsteil "Handlungsspezifische Qualifikationen" ist zuzulassen, wer folgendes nachweist:
  • das Ablegen des Prüfungsteils „Grundlegende Qualifikationen“, das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und
  • ein Befähigungszeugnis (Patent) nach der Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein (RheinSchPersV) (außer Sportpatent) oder die Schifferpatente der Klassen A, B, C1, C2, D1, D2 und F nach der Binnenschifferpatentverordnung und
  • ein Radarpatent
  • Nachweis der bestanden Ausbilderprüfung

Die Berufspraxis gemäß den Absätzen 1 und 2 soll wesentliche Bezüge zur Tätigkeit eines Binnenschiffermeisters/einer Binnenschiffermeisterin gemäß § 1 Absatz 3 haben.

Abweichend von den in den Absätzen 1 und 2 genannten Voraussetzungen ist zur Prüfung auch zuzulassen, wer durch Vorlage sonstiger Patente, zusätzlich erworbener Streckenkenntnisse und/oder anderweitig erlangter dokumentierter Kompetenzen glaubhaft macht, Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) erworben zu haben, die eine Zulassung zur Prüfung rechtfertigen. Das Gleiche gilt für ein Patent, das wegen fehlender Tauglichkeit ruht, seine Gültigkeit verloren hat oder entzogen wurde.
Lehrgangsinhalte (Auszug)
Grundlegende Qualifikationen
Rechtsbewusstes Handeln
  • Berücksichtigen arbeitsrechtlicher Vorschriften und Bestimmungen bei der Gestaltung individueller Arbeitsverhältnisse
Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Anwenden von Methoden der Entgeltfindung und der kontinuierlichen, betrieblichen Verbesserung
Anwendung von Methoden der Information, Kommunikation und Planung
  • Anwenden von Präsentationstechniken
  • Erstellen von technischen Unterlagen, Entwürfen, Statistiken, Tabellen und Diagrammen
Zusammenarbeit im Betrieb
  • Anwenden von Führungsmethoden und -techniken einschl. Vereinbarungen entsprechender Handlungsspielräume, um Leistungsbereitschaft und Zusammenarbeit der Mitarbeiter zu fördern
Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten
  • Berechnungen technischer Größen unter Berücksichtigung von Normen, Sicherheitsvorschriften und Umweltvorschriften für Lagerung, Umschlag und Transport
Handlungsspezifische Qualifikationen
Handlungsbereich „Schiffsbetrieb“
Schiffsbetriebs- und Umschlagstechnik
  • Delegieren von Aufgaben und der damit verbundenen Verantwortung
Leitungserstellung
  • Steuern und Überwachen beim Laden und Löschen von Gütern
Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
  • Beachten von Einleitungsverboten, Ordnungswidrigkeiten und Strafvorschriften
Handlungsbereich „Schiffsmanagement“
Betriebliche Finanzplanung
  • Beeinflussen der Kosten insbesondere unter Berücksichtigung der Prozessoptimierung
Prozesssteuerung und Optimierung
  • Nutzen von Informations- und Kommunikationssystemen
Recht in der Binnenschiffahrt
  • Anwendung der für Abschluss und Ausführung des Frachtvertrages relevanten Regelungen im nationalen und internationalen Recht
Handlungsbereich „Führung und Personal“ Personalführung
  • Delegieren von Aufgaben und der damit verbundenen Verantwortung
Personalentwicklung
  • Festlegen von Personalentwicklungszielen
Qualitätsmanagement
  • Fördern des Qualitätsbewusstseins der Mitarbeiter/-innen

Änderungen vorbehalten
Unterrichtszeiten
Insgesamt 17 Blöcke im Abstand von ca. 5 bis 6 Wochen, jeweils von montags bis samstags 9:00 ? 16:00 Uhr.
Beginn
18.11.2019
Dauer
24 Monate
Unterrichtsstunden
ca. 820 UE
Kosten
Seminar-/ Lehrgangsgebühr: 7.850 Euro, zahlbar in 25 Monatsraten à 314,00 Euro (einschl. Lehrmaterialien). Skripte werden teilweise in digitaler Form zur Verfügung gestellt (zzgl. evtl.Verpflegungspauschale, die durch die Akademie Barth in Rechnung gestellt wird).
Prüfungsgebühr: Die Prüfungsgebühr wird durch die IHK erhoben und ist gesondert zu zahlen
Förderungsmöglichkeiten
Es bestehen Fördermöglichkeiten im Rahmen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG). Weitere Informationen unter aufstiegs-bafoeg.de
Standorte
Duisburg
Ansprechpartner/-in
Margret Kalbrecht
Telefon: 0203 306-3442
E-Mail: margret.kalbrecht@bcw-gruppe.de
Infomaterial anfordern
Anmeldung ausfüllen