Geprüfte/-r Industriemeister/-in - Fachrichtung Elektrotechnik (IHK)

Lehrgang zur Vorbereitung auf die IHK-Prüfung

Das Tätigkeitsfeld des Industriemeisters beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die klassischen Bereiche Ausbildung, Fertigung und Instandhaltung. In zunehmendem Maße gewinnen planende, steuernde und überwachende Aufgaben an Priorität. So sind heute bereits ein Viertel aller Industriemeister mit fertigungsfernen Arbeiten betraut und wirken z.B. in der Arbeitssicherheit, im Umweltschutz sowie im technischen Kundendienst mit.

Mit dieser Weiterbildung eignen Sie sich das für Führungspositionen erforderliche Wissen an: Von der Organisation von Arbeitsabläufen über die Führung von Mitarbeitern bis zur Durchführung von Ausbildungen. Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik sind darüber hinaus Experten auf Gebieten wie Inbetriebnahme, Instandhaltung sowie Energieversorgung. Sie sind maßgeblich an der Planung von Betriebsabläufen beteiligt. Sie überwachen den Maschinenpark, beseitigen Störungen im Betriebsablauf, veranlassen Reparaturen und koordinieren den Material- und Produktionsfluss. In unserem Lehrgang „Geprüfte/-r Industriemeister/-in - Fachrichtung Elektrotechnik (IHK)“ werden Sie gezielt auf diese Aufgaben und die IHK-Prüfung vorbereitet.
Voraussetzungen
Zur Prüfung im Prüfungsteil "Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen" ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Elektronikberufen zugeordnet werden kann oder
  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens 6-monatige Berufspraxis oder
  • eine mindestens vierjährige Berufspraxis.

Zur Prüfung im Prüfungsteil "Handlungsspezifische Qualifikationen" ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

  • das Ablegen der Prüfung des Prüfungsteils "Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen", das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und
  • zu den oben genannten Fällen mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis und
  • Die Berufspraxis soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Geprüften Industriemeisters - Fachrichtung Elektrotechnik gemäß §1 Abs. 3 haben.
Abweichend kann zur Prüfung in den Prüfungsteilen auch zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, dass er berufspraktische Qualifikationen erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

Des Weiteren ist der Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung nachzuweisen.
Lehrgangsinhalte (Auszug)

Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen (Auszug aus dem DIHK-Rahmenplan)

Rechtsbewusstes Handeln

  • Arbeitsrechtliche Vorschriften und Bestimmungen, Arbeitsvertragsrecht, Tarifvertragsrecht und betriebliche Vereinbarungen
  • Arbeitsschutz- und arbeitssicherheitsrechtliche Vorschriften, Bestimmungen, Institutionen
  • Umweltrecht

Betriebswirtschaftliches Handeln

  • Grundsätze betrieblicher Aufbau- und Ablauforganisation
  • Methoden der Entgeltfindung
  • Kosten- und Leistungsrechnung

Anwendung von Methoden der Information, Kommunikation und Planung

  • Erfassen, Analysieren und Aufbereiten von Prozess- und Produktionsdaten mit EDV-Systemen
  • Unterscheiden von Planungstechniken
  • Anwenden von Präsentationstechniken
  • Erstellen von Statistiken, Tabellen und Diagrammen

Zusammenarbeit im Betrieb

  • Arbeitsorganisation, Arbeitsplatz, Sozialverhalten und Betriebsklima
  • Gruppenstruktur, Gruppenverhalten und Zusammenarbeit
  • Eigenes und fremdes Führungsverhalten, Führungsgrundsätze
  • Führungsmethoden und -techniken, Handlungsspielräume, Leistungsbereitschaft und Zusammenarbeit der Mitarbeiter

Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten

  • Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten auf Materialien, Maschinen und Prozesse sowie auf Mensch und Umwelt
  • Energieformen im Betrieb
  • Technische Größen bei Belastungen und Bewegungen
  • Statistische Verfahren sowie ihre grafische Darstellung

Handlungsspezifische Qualifikationen (Auszug aus dem DIHK-Rahmenplan)

Handlungsbereich „Technik“

Automatisierungs- und Informationstechnik

  • Projektieren sowie Erweitern und Instandhalten von automatisierten Anlagen und Informationssystemen, auch bei laufender Produktion
  • Planen, Durchführen und Dokumentieren von Funktions- und Sicherheitsprüfungen
  • Inbetriebnehmen und Abnehmen von automatisierten Anlagen und Systemen

Infrastruktursysteme und Betriebstechnik

  • Projektieren und Errichten von elektrotechnischen Systemen, insbesondere von Energieversorgungssystemen sowie Systemen der elektrotechnischen Ausstattung von Gebäuden, Anlagen und anderen Infrastruktursystemen
  • Planen, Durchführen und Dokumentieren von Funktions- und Sicherheitsprüfungen
  • Inbetriebnehmen und Abnehmen von Anlagen

Handlungsbereich „Organisation“

Betriebliches Kostenwesen

  • Funktionsfeldbezogene Kosten nach vorgegebenen Plandaten
  • Beeinflussen des Kostenbewusstseins der Mitarbeiter
  • Betriebsabrechnung durch die Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerzeitrechnung

Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme

  • Aufbau-/Ablaufstrukturen der  Stammdaten für Systeme
  • Arbeitsablaufplanung, Materialflussgestaltung, Produktionsprogrammplanung und Auftragsdisposition einschl. Zeit- und Datenerrmittlung
  • Anwenden von Informations- und Kommunikationssystemen

Arbeitssicherheit, Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz

  • Arbeitssicherheit, Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
  • Förderung des Mitarbeiterbewusstseins
  • Lagerung und Umgang mit umweltbelastenden und gesundheitsgefährdenden Betriebsmitteln, Einrichtungen, Werk- und Hilfsstoffen

Handlungsbereich „Führung und Personal“

Personalführung

  • Qualitativer und quantitativer Personalbedarf
  • Auswahl und Einsatz der Mitarbeiter
  • Beteiligung der Mitarbeiter am kontinuierlichen Verbesserungs-prozess (KVP)

Personentwicklung

  • Qualitativer und quantitativer Personalentwicklungsbedarf
  • Kontinuierliche und innovationsorientierte Personalentwicklung, Qualifizierungserfolg
  • Potenzialeinschätzungen nach vorgegebenen Kriterien, Instrumenten und Methoden

Qualitätsmanagement

  • Qualitätsmanagementsysteme
  • Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter fördern
  • Qualitätsmanagementziele umsetzen durch Planen, Sichern und Lenken

Ausbildung der Ausbilder 

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  • Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
  • Ausbildung durchführen
  • Ausbildung abschließen

Änderungen vorbehalten
Unterrichtszeiten
voraussichtlich 3x wöchentlich von 17:00 bis 20:15 Uhr, gelegentlich samstags 08:00 bis 13:00 Uhr
Beginn
10.09.2019
Dauer
ca. 27 Monate
Unterrichtsstunden
ca. 1100
Kosten
Seminar-/ Lehrgangsgebühr: 4.960 Euro, zahlbar in 32 Monatsraten à 155 Euro (einschl. Lehrmaterialien). Skripte werden teilweise in digitaler Form zur Verfügung gestellt.
Prüfungsgebühr: Die Prüfungsgebühr wird durch die IHK erhoben und ist gesondert zu zahlen.
Förderungsmöglichkeiten
Es bestehen Fördermöglichkeiten im Rahmen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG). Weitere Informationen unter aufstiegs-bafoeg.de
Weiterbildungen für
Berufstätige
Bundeswehrangehörige
Standorte
Duisburg
Ansprechpartner/-in
Margret Kalbrecht
Telefon: 0203 306-3442
E-Mail: margret.kalbrecht@bcw-gruppe.de
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